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                     Tips und Pflegeanleitung

 

Kaninchen leben in Gruppen und sollten deshalb nicht allein gehalten werden, auch wenn Sie sich viel mit ihm beschäftigen, können Sie ihm seinen Kumpel beim Schlafen, Putzen und Spielen nicht ersetzen. Auch ein Meerschweinchen ist kein adequater Ersatz für 2. Kaninchen, da es eine völlig andere Körpersprache und ein anderes soziales Verhalten hat.

Die Eingewöhnung:

Lassen Sie den Tieren Zeit, sich an Sie und die neue Umgebung zu gewöhnen.
Prinzipiell gilt: Lassen Sie die Tiere immer auf sich zukommen, locken Sie mit einem Stückchen Möhre, wenn sie kommen - gut, wenn nicht, probieren Sie es später noch mal. Immer ruhig mit den Kleinen umgehen. Niemals auf den Käfig zustürmen (Kinder oder auch Hunde).
Am Anfang heisst das oberste Gebot Ruhe!
Wenn die Tiere sich in ihr Häuschen verkrümeln, akzeptieren sie bitte ihren Wunsch nach Ruhe.
Wenn die Kleinen nach ihrem Freigang im Zimmer wieder in den Käfig sollen, niemals durch das ganze Zimmer jagen oder treiben. Mit Futter locken, ruhig auf sie zu gehen und wieder in den Käfig setzen.

Sie bekommen Ihre neuen Mitbewohner sehr schnell dazu, Ihnen aus der Hand zu fressen. Nehmen Sie abends den Futternapf mit dem Kraftfutter aus dem Käfig. Am nächsten Morgen oder Mittag nach der Schule, setzen Sie sich vor den Käfig, nehmen etwas Kraftfutter auf die Hand und halten Sie den Kleinen ruhig hin. Meine Kaninchenbabies sind schon viele Streicheleinheiten gewohnt, am liebesten von der Nase über die Stirn bis zu den Öhrchen. Das geniessen sie richtig und bleiben meist andächtig sitzen :-)

Wenn Sie die Namen der Kleinen jedesmal rufen, wenn Sie füttern, hören viele von ihnen sogar auf ihren Namen und kommen , wenn sie frei herumlaufen dürfen, zu Ihnen.

Kaninchen sollten nach Möglichkeit täglich Freilauf im Zimmer oder draussen bekommen. Dabei bitte unbedingt auf freiliegende Kabel oder giftige Blumen achten.

Die meisten Kaninchen lassen sich mit einem Trick sehr einfach stubenrein bekommen, dh. sie benutzen dann eine Ecktoilette, was die Käfig Reinigung enorm erleichtert. Ganz wichtig ist, dass Sie die Toilette, eine dreieckige Plastikschale, nicht zu früh in den Käfig stellen. Die meisten Kaninchen finden so eine Schale nämlich äusserst gemütlich und wenn sie sie nicht als vollgemachte Toilette reingestellt bekommen, werden sich die meisten ein kuscheliges Liegeplätzchen daraus machen und reingemacht wird dann garantiert nicht mehr :-)
Warten Sie erst , bis sich die Tiere eine Ecke ausgesucht haben, in die sie koten. Das kann durchaus 2 - 3 Wochen dauern. Meist ist es die Ecke, die am entferntesten von ihrem Häuschen ist. 2-3 Tage, bevor Sie den Käfig reinigen würden, entnehmen Sie das Einstreu aus der schmutzigen Ecke, füllen es in die Toilette und stelle diese dann in die saubere Ecke. Somit merkt das Kaninchen kaum, das etwas anders ist. Es hat jetzt lediglich einen Rand um seine Kotecke.
 

   Der Käfig:

Prinzipiell gilt: Der Käfig kann nicht gross genug sein und jeder Käfig ist zu klein, um die Häschen ausschliesslich darin zu halten. Sie brauchen so viel Freilauf, wie Sie es einrichten können.
Der Käfig sollte in einer zugfreien Ecke stehen und auf keinen Fall der direkten Sonneneinstrahlung. ausgesetzt sein. Auch Außenställe sollten immer zugfrei und an einem schattigen Platz aufgestellt werden. Bei extremen Temperaturen können Kaninchen einen Hitzschlag bekommen!!!
In jedem Käfig sollte mindestens ein Holzhaus mit Flachdach stehen. Kaninchen sind Höhlenbewohner und fühlen sich in kuscheligen Häuschen sehr wohl.
 Viele denken, dass der Käfig ja dann noch kleiner wird, aber es ist genau das Gegenteil der Fall. Die Tiere können den Platz im und auf dem Häuschen nutzen, sie ziehen praktisch ein 2. Stockwerk ein. Diese Häuschen lassen sich auch ganz einfach selbst bauen (natürlich aus unbehandeltem Holz - auf keinen Fall Spanplatten nehmen).
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Wasser sollte nur aus Flaschen oder Nippeltränken gegeben werden, da die Wassernäpfe erfahrungsgemäss immer mit Futter, Heu und sogar Kot verschmutzt werden.

Das Futter:

Kleine Kaninchen sind sehr empfindlich, wenn es um die Ernährung geht
So sollte man am Anfang jede Umstellung sehr langsam angehen lassen. Am ersten Tag nur das gewohnte Futter, dass Sie von mir mitbekommen, anbieten. Dann täglich von dem neuen Futter, auf dass Sie umstellen wollen, auf den Rest Futter 2 Eßlöffel untermischen. So können Sie problemlos umstellen. Nach ein paar Tagen kommen noch trockenes niemals angeschimmeltes Brot und Möhren dazu. Anfangs auch nur ganz kleine Mengen. Bitte in den ersten 4 Wochen keinen Salat, Kohl oder anderes Grünzeug füttern. Wenn sie dann anfangen - wie gehabt, ein Blatt Löwenzahn oder Klee, am nächsten Tag zwei, usw.
Immer nur so viel Grünfutter reinlegen, wie die Kleinen sofort fressen können. Gerade bei heissem Wetter legen sich die Kaninchen sonst gern auf das grüne und kühle Futter, welches dann warm wird und angewelkt zu Verdauungsproblemen führen kann. Was nicht gleich gefressen wird, aus dem Käfig entfernen.
Kaninchen in Freigehegen können natürlich auf so viel Gras sitzen und es fressen, wie sie wollen.
Ansonsten, probieren Sie, was die Häschen am liebsten fressen, zB: Petersilie, Möhren, Äpfel, Trauben, Möhrengrün ...
Sie sollten auf jeden Fall immer etwas Hartes zu knabbern haben, damit sie ihre Zähne abnutzen können (sie wachsen ein Leben lang weiter). Sehr gern wird richtig hartes Graubrot angenommen (Weissbrot ist nicht so gut, es wird nicht so hart wie richtig dunkles Brot), auch Zweige und Äste von Obstbäumen (natürlich ungespritzt) werden gern angeknabbert.
Einmal in der Woche sollte das Kraftfutter weggelassen werden. Heu und natürlich Wasser werden, wie gehabt, immer angeboten.

Der Auslauf im Freien:

Bei jungen Häschen bitte auch nur zeitweise, nicht in kalten Jahreszeiten und nur wenn es vorher an Grünfutter gewöhnt wurde. Es muss auf jeden Fall ein zugfreies Häuschen im Auslauf stehen, in das es sich bei Regen oder auch Sonne zurückziehen kann! In den ersten Wochen wäre ich sehr vorsichtig, da sich die Kleinen bei Zug auch mal schnell erkälten.

Die Körpersprache:

An der Körpersprache eines Kaninchens lässt sich leicht erkennen, wie es sich fühlt.
Sitzt es geduckt und legt die Ohren an, fühlt es sich nicht wohl oder hat Angst.
Knurrt es einen an, dann sollte man es in Ruhe lassen, das ist eine Warnung.
Fiept oder quietsch es, dann tut ihm etwas weh, oder es hat Todesangst.
Sitzt es normal, macht Männchen, schaut sich neugierig um, ist es in Ordnung.
Liegt es mit nach hinten gestreckten Beinchen oder “knallt” sich auf die Seite, was total lustig aussieht - dann geht´s ihm so richtig gut!

Fellpflege:

In der Regel gilt: Je länger das Fell, desto öfter müssen die Kleinen gekämmt werden. Gerade Teddies und Angorakaninchen sehen nur so schön plüschig aus, wenn sie auch entsprechend gepflegt werden, dh. ca. alle 14 Tage kämmen. Normalerweise reicht ein normaler Kamm. Wenn sich Knoten gebildet haben, werden diese vorsichtig mit dem Kamm rausgekämmt oder ausgeschnitten.

Ihr Kaninchen ist entwurmt, vorsorglich gegen Kokzidien behandelt und gegen Kaninchenschnupfen und Myxomatose geimpft worden. Ab der 12. Wochen kann eine RHD Impfung (Chinaseuche) vorgenommen werden.

Bei Übergabe der Kleinen mache ich mit Ihnen einen kleinen Gesundheits-Check. Eine Gebisskontrolle, die oberen Schneidezähne müssen die unteren, von der Seite her gesehen, überragen.
Die Augen müssen klar sein, die Nase trocken, das Fell muss in einem gepflegten Zustand sein und die Kleinen dürfen keinen Durchfall haben

         Und jetzt: Viel Freude mit Ihren neuen Hausbewohnern!

Heu und Wasser müssen den Tieren immer zur Verfügung stehen. Kaninchen haben einen Stopfmagen, dh. vereinfacht: hinten kann nur etwas rauskommen, wenn vorne “nachgeschoben” wird.