Unsere Pfleglinge

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Seit 33 Jahren bekommen wir immer wieder verletzte oder verwaiste Tiere gebracht, die wir dann wieder aufpäppeln oder gesund pflegen. U.a. verwaiste Rehkitze, mehrere Käuzchen und Eulen, einige Greife, wie Milane, Bussarde, Sperber, und Turmfalken, eine Ente mit gerochenem Flügel, Kolkraben, Elstern, 1 nackten, sooooo häßlichen aber umso liebenswerten Taubenjungen - genannt CALIMERO -, Waschbärbabies, Feldhasenbabies, Igel, und natürlich jedes Jahr viele Jungvögel, die noch etwas gepäppelt werden müssen. Schwer verletzte Vögel haben wir auch schon in eine spezielle Vogelklinik in die Eifel gebracht, wo sie operiert und dann wieder ausgewildert wurden. Für Eulen und Greife haben wir unseren 16 Meter langen Dachboden so umgebaut, dass sie dort erst einmal zeigen können, dass sie sich ihre Mäuse allein schlagen können, bevor wir sie wieder in die Freiheit entlassen.
Von unseren eigenen Tieren gab es im Laufe der Jahre leider auch einige Waisen:
2 Lamafohlen, insgesammt 6 Lämmchen und ein Damwildkälbchen.

Seit dem 29.04. 07 haben wir dieses bezaubernde kleine Känguru-Baby zur Flaschenaufzucht bekommen. Er heißt Skippy, muß noch alle 4 Stunden Tag und Nacht gefüttert werden und hat noch etwa 3 Monate Beutelzeit vor sich.
    
Ab und zu steigt er schonmal aus und erkundet die        “große weite Welt” :-)
Ansonsten begleitet er mich Tag und Nacht in seinem Beutel. (so schnell wird man noch mal schwanger ;-) )
Der enge körperliche Kontakt ist für den Kleinen überlebenswichtig, ohne ihn würde er eingehen.
Wir bringen ihn auch jetzt schon so viel wie möglich mit anderen Tieren zusammen, damit er nicht nur auf Menschen geprägt wird. Er war auch schon bei Joey, unserem anderen Känguru, der sieht in dem kleinen Kerlchen aber wohl noch nicht so richtig einen Artgenossen.

Ein “heimlicher” Blick in den Beutel.
Das ist ja soooo gemütlich!

... das mit dem Gleichgewicht, das üben wir dann noch mal :-)

Der kleine Mann hat einfach immer Hunger!
Jetzt gibt´s sogar spezielle Känguru-Milch, extra aus Sidney eingeflogen!!!

Von hier oben kann man erstmal alles schön beobachten, bevor man sich ins Getümmel wagt.

Skippy lernt seine neuen Freunde kennen. Heidi, die Rothirschkuh findet ihn so richtig niedlich :-)

Ein paar Minuten “Freigang” reichen dann auch....

...dann geht´s nur noch in eine Richtung...

... ab in den Beutel!

...da fühlt er sich dann so richtig wohl :-)

3 Monate später...

unser “Großer” - man kann ihm beim wachsen richtig zusehen:-)

Dies war mit eine der schwierigsten Patientinnen, die wir je hatten. Sie war so geschwächt, dass sie in den ersten 8 Tagen beidseitig abgestützt werden musste - sonst wäre sie immer wieder auf die Seite oder den Rücken gerollt.

Als uns diese Schleiereule gebracht wurde, lag sie auf dem Rücken war völlig ausgehungert und ausgetrocknet - im wahrsten Sinne des Wortes nur noch Haut und Knochen.
Sie wog nur noch 120 gr. !!!
Der Tierarzt konnte nicht einmal mehr Flüssigkeit unter die Haut spritzen und machte uns auch keine Hoffnung, dass wir sie durchbekommen würden. In den ersten 2 Wochen mussten wir sie mit einer Magensonde ( Eulen haben keinen Kropf ) alle 2-3 Stunden mit einer speziellen Aufbaudiät, Elektrolyt und Wasser zwangsernähren. Jeder Tag, den sie überstand und jedes Gramm, das sie zunahm, bestärkte uns, weiter um sie zu kämpfen.
Nach vollen 2 Wochen konnte sie dann endlich wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Zwar noch nicht ganz freiwillig, aber wenigstens schluckte sie das Futter ab. Es dauerte dann noch einmal 3 Wochen, bis sie von sich aus wieder ihre erste Maus fraß. Danach konnten wir sie auf unseren Eulenboden bringen.
Der erste Schritt in die Freiheit.

Nach 5 langen Wochen konnte sie wieder allein Mäuse fangen und war fit für den ersten kontrollierten Alleinflug auf dem Eulenboden.

Anhand des Gewölles ( den wieder ausgewürgten Fell - und Knochenresten der Beutetiere )
konnten wir sehen, was und wieviel sie gefressen hatte und entliessen sie dann ruhigen Gewissens in die Freiheit.

Ein Jahr später besuchte uns ein Schleiereulenpaar. Ob da wohl “unsere” Eula dabei war, werden wir wohl nie erfahren. Aber eine schöne Vorstellung ist es schon.
Sie brüteten in dem ehemaligen Taubenschlag neben unserem Eulenboden. Es schlüpften 3 Küken !!!

Unser bisher prominentester Gast: ein Uhu

Zweifellos war dieser prachtvolle Uhu unser bisher seltenster Gast. Ein Bauer hatte ihn flugunfähig, an einer Schwinge verletzt in seinem Kuhstall gefunden.

Nach gut 4 Wochen konnte er uns beweisen, dass seine Prellungen und Verletzungen ausgeheilt waren. Er zeigte uns eindrucksvolle - weil absolut lautlose - Flugmanöver in seinem 100 qm großen “ Krankenzimmer” und der anschliessenden Voliere.

In der Abenddämmerung kam dann der grosse Moment......

......der Start in die neue Freiheit

...und..tschüß......
Es ist immer wieder ein unglaublich ergreifendes Gefühl, sie dann wieder ziehen zu lassen!
Diese Augen werde ich nie vergessen.

Wer den Start auch in Bewegung sehen möchte, kann hier klicken

Womit niemand gerechnet hatte - unser Emu gab dem Uhu dann noch ein bisschen Starthilfe :-)

Diese Aufnahme dürfte ziemlich einmalig auf der Welt sein. Unterschiedlicher könnten zwei Spezies wohl kaum sein - und können normalerweise auch nie aufeinander treffen.
Der Emu aus Australien - tagaktiv, und der leider selten gewordene Uhu aus Europa - nachtaktiv.

Das ist BAMBI. Sie wurde von ihrer Mutter nicht angenommen.
Wie man sieht, fand sie aber ganz schnell wieder eine neue Familie und viele Freunde :-)

Das ist CLEMENTINCHEN, unser Wäschbärmädchen.
Sie wurde im Oberhausener Tierpark geboren - als 7tes Baby. Sie war die Kleinste im Wurf und wurde immer wieder abgedrängt. Der Tierpfleger fand sie, schon ganz kalt, und päppelte sie wieder auf. Durch einen gemeinsamen Bekannten erfuhr er dann, dass wir verwaiste Tiere aufnehmen - und so brachte er uns die kleine Maus. Damals war sie noch so winzig - gerade mal eine Hand voll. Wir zogen sie mit der Flasche mit Hundemilch auf. Auf dem Foto war sie schon ordentlich gewachsen und hatte nur Flausen im Kopf. Sie wohnt immer noch bei uns, da sie jetzt so zahm ist, dass sie nicht mehr ausgewildert werden kann.
 

ELLI, die Elster

Diese kleine Elster war aus dem Nest gefallen. Als sie uns gebracht wurde, hatte sie noch kaum Federn. Hat sich doch prächtig gemacht, oder..:-)

Dies ist PISCO, unser Lamafohlen. Seine Mutter starb bei der Geburt an einem Gebärmuttervorfall. Da wir gerade 2 Haflingerfohlen hatten. “borgte” ich mir etwas Milch bei den Müttern für unser kleines Waisenkind. Sie ließen sich ganz brav melken. Später stiegen wir auf Fohlenaustauschmilch um.
Als PISCO sich im Alter von 3 Wochen an meinem Oleander vergriff, erlitt er eine schwere Vergiftung. Hätten wir geahnt, dass er so jung schon an Grünzeug geht, hätten wir natürlich alle giftigen Pflanzen weggeräumt. Sämtliche Organe spielten verrückt und er verweigerte jegliche Nahrung. Er bekam eine Braunüle in den Hals gelegt, durch die ich ihm Elektrolyte und Nährlösung über einen Tropf mehrmals täglich verabreichte. Ich schlief 4 Tage mit ihm in der Küche auf einer Luftmatratze bis er wieder anfing, seine Flasche zu akzeptieren. Gott sei Dank wurde er wieder ganz gesund, und wir hatten noch “tierisch” viel Spass mit ihm.

CHIP und CHAP

Der erste Tag

Unser Eichi - Pflegling CHIP mit fünfeinhalb Wochen. Aller Anfang ist schwer. Da ist schon noch etwas Führung notwendig.
Im Moment heißt es nur: FKK
Fressen, Kacken, Knacken
Ihr Brüderchen CHAP tut sich da noch sehr schwer. Er will eigentlich nur knacken.
Eine richtig faule Socke, der Kleine, eben ein richtiger Junge :-)

Der zweite Tag

Oh Mann, das Trinken ist ja soooooo anstrengend - da gibt`s nur eins:

- strecken -

Der dritte Tag

- gähnen -

Die kleinen entwickeln sich unglaublich schnell.
Sie trinken wie die Weltmeister und werden immer munterer. Ihr absoluter Lieblingsplatz ist unter meinem Pulli - oder durch den Ärmel rein, aus dem Kragen raus :-)

Wir werden niiiemals auseinander gehen...

mmmmmmhhhh - lecker

Her mit der Buddel !!!  Boahh, ist der Stoff gut :-)